Haut

Dermatitis beim Hund

Es gibt verschiedene Formen von entzündlichen Hautkrankheiten, die den Vierbeiner befallen. Je nach Art und Ursache zeigen sie unterschiedliche Symptome und Ausprägungen. Was Sie tun können, wenn Ihr Hund an Dermatitis leidet, erfahren Sie hier.

Was ist Dermatitis?

Unter dem Begriff Dermatitis wird eine ganze Bandbreite an entzündlichen Hautkrankheiten zusammengefasst. Die Krankheiten variieren in Schweregrad und Symptomen. Manche sind darüber hinaus ansteckend.

Dermatitis fungiert als Oberbegriff für verschiedene Störungen. Deshalb sind die Symptome vielseitig und reichen von kleinen Flecken über Bläschen bis hin zu Geschwüren. Diese als Effloreszenzen bezeichneten Anzeichen dienen dem Arzt zur Diagnose.

Wenn Ihr Hund unter Hautveränderungen leidet, können Sie zunächst Präparate zur Linderung der Entzündung auftragen. Dazu eignen sich bspw. Propolis und Ringelblumensalbe. Im Anschluss sollten Sie Ihren Vierbeiner auf schnellstem Wege zum Tierarzt bringen. Dieser kann die Dermatitis genauer untersuchen und die richtige Therapie einleiten. Wenn es sich um eine infektiöse Hautkrankheit handelt, besteht eine Meldepflicht. Der Tierarzt unterrichtet Sie in diesem Fall über die notwendigen Schritte.

Symptome von Dermatitis

Je nach Art der Entzündung treten verschiedene Symptome auf. Bei manchen Ausprägungen der Dermatitis kommt es zu einer Rötung der Haut, die mit Erwärmung oder Schwellung der betroffenen Stellen einhergeht. Darüber hinaus kommt es vereinzelt zu nässenden Stellen. Viele entzündliche Hautkrankheiten gehen zudem mit Juckreiz einher.

Viele Hautentzündungen machen sich durch Veränderungen an der Lederhaut bemerkbar. Diese als Effloreszenzen bezeichneten geben Aufschluss über die Art der Entzündung. Es wird zwischen primären und sekundären Effloreszenzen unterschieden. Bei den primären Symptomen sind diejenigen gemeint, die durch die Entzündung selbst entstehen. Die sekundären Merkmale hingegen entstehen z.B. durch das Pfotenknabbern oder Kratzen.

Der Tierarzt unterscheidet zwischen diesen Hautveränderungen:

  • Bulla: Bezeichnet eine Blase auf der Haut. Sie ist meist in mehrere Kammern unterteilt.
  • Komedo: Auch als Mitesser bekannt. Eine Ansammlung von Zellen versperrt die Zellöffnung.
  • Macula: Veränderung der Farbe, ohne Erhebung oder Veränderung der Haut.
  • Papula: Knötchen, kleine Erhebung über Hautniveau. Je nach Größe auch Nodulus (zwischen 0,5 und 1 cm) oder Nodus (über 1 cm) genannt.
  • Plaque: Eine Erhebung über der Haut, die von der Umgebung scharf abgegrenzt ist. Die Oberfläche ist entweder rau oder glatt.
  • Pustula: Eiterbläschen.
  • Urtica: Auch als Quaddel bezeichnet. Ein Ödem von unterschiedlich großer Fläche, das mit einer Rötung und Juckreiz einhergeht.
  • Vesicula: Blase, die durch Flüssigkeitsansammlung (etwa Blut) entsteht.
  • Zyste: Hohlraum, der vom Rest des Gewebes abgekapselt ist. Das Innere der Zyste ist hohl.

Bei manchen Arten von Dermatitis knabbert der Vierbeiner an den Pfoten. Es gehen damit weitere Schädigungen am Fell und den Krallen einher. Weitere Symptome sind der Fellverlust an betroffenen Stellen sowie merkliche Verdickung bzw. Verdünnung der Haut.

Ursachen von Dermatitis

Für eine entzündliche Hauterkrankung können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Häufig hängt die Entzündung mit einer Infektion zusammen. Dabei treten Fremdkörper in den Organismus ein und rufen Symptome an der Haut der Vierbeiner hervor. Es kann sich dabei um Bakterien, Parasiten oder Pilzsporen handeln. Eine häufige durch Pilze hervorgerufene Hautkrankheit ist die Malassezien-Dermatitis. Dabei treten Pilzsporen, die in der natürlichen Hautflora vorhanden sind, ins Ungleichgewicht mit anderen Mikroorganismen, wodurch Hautveränderungen entstehen.

Weitere Ursachen für Dermatitis sind Traumata. Dazu zählen etwa Narben, Verätzungen und Verbrennungen. Gerade bei Hunden mit heller Haut und kurzem Haar ist die Sonnenstrahlung eine Gefahr.

Des Weiteren kann eine entzündliche Hautveränderung durch Allergien oder Autoimmunerkrankungen entstehen.

Weil die Haut auch Symptome zeigt, wenn der Hund an einer anderen Krankheit leidet, gibt es viele mögliche Ursachen, die sich an der Haut bemerkbar machen. So können auch Über- oder Unterversorgung mit Vitaminen oder Mineralstoffen durch die Haut sichtbar werden. Weitere mögliche Ursachen sind Störungen der Darmflora oder anhaltender Stress.

Einige Hautkrankheiten gehen auf die jeweilige Hunderasse zurück. Rassen, die durch starke Faltenbildung herausstechen, sind häufiger von Dermatitis betroffen als andere Hunde. Zudem kommt es bei jungen Hunden durch Störungen im Hormonhaushalt mitunter zu Entzündungen der Haut.

Ernährung von Hunden mit Dermatitis

Weil die Ursachen und Symptome von Hautentzündungen stark variieren, muss die Ernährung an den jeweiligen Fall angepasst werden. Die Therapie der Dermatitis erfordert möglicherweise eine Diät. Sprechen Sie diese mit dem zuständigen Tierarzt ab.

Um einer Dermatitis vorzubeugen, können Sie unter anderem Leber und Nieren stärken. Weil die Haut ein sekundäres Entgiftungsorgan ist, tritt Dermatitis gehäuft auf, wenn die Leber und Niere überlastet sind. Verzichten Sie bei Hautproblemen zudem auf die Fütterung von Getreide.

Zur Vorsorge geben sie Ihren Vierbeiner hochwertige Öle mit in sein Futter.

Falls Sie den Verdacht haben, dass die Hautprobleme durch eine Allergie ausgelöst sind, versuchen Sie eine Ausschlussdiät: Lassen Sie je eine Zutat aus dem Futter weg. Wenn sich die Symptome innerhalb einer Woche verbessern, ist vielleicht eine Allergie auf ein Futtermittel der Auslöser der Beschwerden.

Um Ihren Vierbeiner vor Hautproblemen zu bewahren, sollten Sie hochwertiges Öl zum Futter geben. Besonders bieten sich Fisch- oder Pflanzenöl (insb. Nachtkerzen-, Borretsch- oder Weizenkeimöl) an. Zudem können Sie den Organismus mit der Gabe von Algen, Bierhefe, Eigelb, Vitalpilzen und Kräutern zusätzlich stärken.

Einige Produkte bieten sich auch für die äußere Anwendung auf gereizte Hautstellen an. Dazu gehören u.a. Apfelessig, Aloe Vera, Heilerde, Moortränke und Honig.

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