Haut

Juckreiz bei Hunden

Hund_Juckreiz

Juckreiz ist eine Begleiterscheinung vieler Hautkrankheiten. Was Sie tun können, wenn Ihr Hund unter Juckreiz leidet, erfahren Sie hier.

Was ist Juckreiz?

Juckreiz (medizinische Bezeichnung: Pruritus) löst auf der Haut eine Stimulation aus. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Juckreiz von den Botenstoffen Histamin und Serotonin ausgelöst wird. Das Jucken kann sowohl an bestimmten Stellen, als auch am gesamten Körper auftreten. Man spricht dann von lokalisiertem bzw. generalisiertem Juckreiz.

Um den Juckreiz zu lindern, kratzen oder beißen sich die Hunde an betroffenen Stellen.

Um diesen zu lindern, wird sich der Vierbeiner an der betreffenden Stelle kratzen oder beißen. Auf diese Weise entsteht ein Schmerzreiz, der den Juckreiz kurzzeitig überlagert. Sobald der Schmerz abklingt, beginnt das Jucken jedoch erneut  – die Linderung ist nur von kurzer Dauer. Um es kurzzeitig zu lindern, können Sie Ihrem Vierbeiner kühlende Umschläge auflegen.

Um die Reizempfindung wirksam zu bekämpfen, muss man die Krankheit, die sie verursacht, erkennen. Der Tierarzt kann Ihnen helfen, die Ursachen für den Juckreiz beim Hund zu finden. Gerade wenn die Beschwerden häufiger auftreten, kann eine Labordiagnose von Leber und Niere Aufschluss geben.

Symptome von Juckreiz

Unsere Hunde reagieren ähnlich wie Menschen auf juckende Stellen: Sie versuchen, sich Linderung zu verschaffen. Sie erreichen diese kurzzeitig, indem sie die betreffende Stelle ablecken, kratzen oder sogar beißen. Besonders an den Pfoten kommt diesen Knabbern vor.

In der Folge dieser Einwirkungen kann es dazu kommen, dass der Hund an der oft gekratzten Stelle sein Fell verliert. In anderen Fällen verfärbt sich das Fell.

Hält der Juckreiz an und der Hund kratzt sich immer wieder, kann es im weiteren Verlauf zu Entzündungen und Blutungen an der betroffenen Stelle kommen.

Bei chronischen Jucken stellen Hundebesitzer eine innere Unruhe bei Ihrem Vierbeiner fest. Er wechselt oft den Platz, kommt nicht zur Ruhe und versucht permanent, das Jucken zu bekämpfen. In extremen Fällen wächst sich die Reizempfindung zu wahren Schmerzen aus. Der Vierbeiner verhält sich dann wie der sprichwörtliche “geprügelte Hund”.

Ursachen von Juckreiz

Eine Reizempfindung tritt auch durch Befall von Parasiten auf.

Die Gründe für die Reizempfindung können sehr unterschiedlich sein. Ein Klassiker ist der Befall mit Parasiten, insb. Flöhen. Aber auch der Befall mit Zecken, Milben oder anderen Schmarotzern kann das Jucken auslösen. Andere Fremdkörper wie Bakterien oder Pilzsporen kommen als Ursache ebenfalls in Frage.

Bei Allergien jeglicher Art ist der Juckreiz eine häufige Begleiterscheinung. Bei anderen Autoimmunerkrankungen stellt sich oftmals ein Jucken an der Haut ein.

Die Haut ist als sekundäres Ausscheidungsorgan oft auch dann betroffen, wenn die eigentliche Krankheit anderswo lokalisiert ist. So können sich bspw. Störungen der Darmflora ebenfalls durch einen Juckreiz bemerkbar machen. Toxinbelastungen, etwa durch Umweltgifte, schlechtes Futter oder Medikamente resultieren möglicherweise ebenfalls in Juckreiz.

Eine weitere mögliche Ursache, die eine Reizempfindung beim Hund auslöst, ist eine Über- oder Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Eine ausgewogene Ernährung verhindert, dass die Beschwerden durch das Futter entstehen.

Ein letzter größerer Komplex an möglichen Ursachen liegt in der Psyche des Hundes. Gerade bei empfindlichen Vierbeinern kann erhöhter Stress, etwa durch Lärm oder häufiges Reisen, zu Symptomen führen.

Ernährung von Hunden mit Juckreiz

Hochwertige Öle stärken die Entgiftungsorgane.

Weil die Ursachen für den Juckreiz sehr unterschiedlich sein können, gibt es keine einheitliche Regel für die Ernährung. Sollte der Juckreiz auf eine allergische Reaktion des Hundes auf eine Zutat im Futter sein, hilft es bspw., diese wegzulassen. In anderen Fällen bieten sich hingegen andere Maßnahmen an. Um die richtigen Entscheidungen bzgl. der Nahrung Ihres Vierbeiners zu treffen, sollten Sie sich mit dem Tierarzt absprechen.

Allgemein ist es nützlich, durch die Ernährung die Entgiftungsorgane zu stärken und auf einen ausgewogenen Nährstoffhaushalt zu achten. Setzen sie dem Futter Ihres Vierbeiners vermehrt hochwertiges Öl aus Pflanzen oder Fisch hinzu. Besonders gut eignen sich Nachtkerzen-, Borretsch- oder Weizenkeimöl. Um die äußerlichen Beschwerden zu bekämpfen, können Sie sich einiger Hausmittel bedienen.

Folgende Produkte eignen sich auch für eine äußere Anwendung bei Juckreiz:

  • verdünnter Apfelessig
  • Aloe-Vera-Gel
  • Grapefruitker-Extrakt
  • Heilerde
  • Honig
  • Moortränke
  • Propolis

Zudem können Sie die meisten der oben genannten Mittel auch als Nahrungsergänzungsmittel zum Futter geben, um den Juckreiz beim Hund zu lindern.

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