Nährstoffe

Kohlenhydrate für Hunde

Kohlenhydrate sind ein wichtiger Energielieferant für Ihren Vierbeiner. Damit der Körper seine verschiedenen Funktionen ausführen kann und Ihr Hund agil und fröhlich ist, muss eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten bestehen. Hier erfahren Sie mehr über Kohlenhydrate und welche Rolle Sie bei der Fütterung Ihres Hundes spielen.

Aufbau von Kohlenhydraten

Kohlenhydrate im Hundefutter.

Kohlenhydrate kommen in unterschiedlicher Form vor – auch im Hunderfutter.

Kohlenhydrate sind unterschiedlich lange Stoffketten, die aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestehen. Je nach Länge der chemischen Stoffkette werden Kohlenhydrate in Monosaccharide, Disaccharide und Polysaccharide eingeteilt. Wegen ihres süßen Geschmacks werden Kohlenhydrate auch als Zucker bezeichnet. Sie machen etwa zwei Drittel der gesamten Biomasse auf der Erde aus und sind wichtiger Bestandteil des Energiestoffwechsels.

Beim Hund werden Kohlenhydrate vor allem im Dünndarm verdaut. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren verfügt der Speichel von Hunden nicht über Enzyme, die Kohlenhydrate schon im Mund aufspalten. Bei den Caniden beginnt die Aufspaltung erst im Dünndarm durch Enzyme, die im Pankreassaft enthalten sind. Nachdem die Kohlenhydrate in ihre kleineren Bestandteile aufgespalten sind, werden sie zur Leber transportiert, die sie zunächst speichert. Besonders Zellulose ist als komplexer Vielfachzucker für den Hund schwer zu verdauen und wird im Dickdarm durch die Darmflora in verwertbare Bestandteile aufgespalten.

Monosaccharide

Die auch als Einfachzucker bezeichneten Wirkstoffe sind die einfachste Form von Kohlenhydraten. Durch ihre einfache Struktur können Sie vom Körper schnell aufgenommen werden. Einfachzucker kommen in der Natur in vielen Früchten vor. Diese natürlich vorkommende Form ist als Glukose, Dextrose oder Traubenzucker bekannt. Neben den pflanzlichen Quellen enthält auch Honig viel Einfachzucker.

Disaccharide

Werden Zuckermoleküle zusammengefügt, entstehen die Zweifachzucker. Diese Zuckerarten müssen im Körper zunächst zerlegt werden, bevor sie weitertransportiert werden können. Zweifachzucker finden sich in Natur u.a. als Laktose (Milchzucker), Saccharose (Rübenzucker) oder Maltose (Malzzucker).

Polysaccharide

Als Poly- oder Oligosaccharide werden komplexe Strukturen bezeichnet, sie sich aus verschiedenen Zuckermolekülen zusammensetzen. Polysaccharide kommen in verschiedenen Gemüsesorten vor. Sie werden auch als Zellulose oder Ballaststoffe bezeichnet und vor allem im Dickdarm durch Mikrobakterien zerlegt.

Aufgaben von Kohlenhydraten

Kohlenhydrate dienen der Energiezufuhr des Körpers. Sie können durch ihre körpernahe Struktur schnell in den Stoffwechsel eingebracht werden und sind damit schnell verfügbar. Die meisten Kohlenhydrate werden nach der Verdauung zur Leber transportiert.

In der Leber werden die Kohlenhydrate als Glykogen gespeichert. Das Glykogen wird dann gleichmäßig ins Blut abgegeben. So wird sichergestellt, dass der Körper gleichmäßig mit Energie versorgt wird.

Kohlenhydrate werden zudem für Muskelbewegungen eingesetzt. Der Körper ist in der Lage, überschüssige Kohlenhydrate zu Fett umzuwandeln und zu speichern. Die komplexe Mehrfachzucker aus Gemüse dienen zudem zum Aufbau der Darmflora und sorgen für ein erhöhtes Sättigungsgefühl, da sie mit Wasser aufquellen. Sie binden darüber hinaus Giftstoffe und Gallensäure im Dickdarm, damit diese leichter ausgeschieden werden können.

Kohlenhydratgehalt im Hundefutter

Kohlenhydrate sind vor allem in pflanzlichen Nahrungsbestandteilen enthalten. Um eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten sicherzustellen, sollte die Ernährung Ihres Vierbeiners pflanzliche Bestandteile beinhalten. So stellen Sie sicher, dass auch Ballaststoffe und wertvolle Mehrfachzucker aufgenommen werden. Ihr Hund dankt es Ihnen mit Vitalität und Lebensfreude.

Kohlenhydratbedarf von Hunden

Hunde sind als Allesfresser an die Aufnahme von Kohlenhydraten gewöhnt. Allerdings sind diese pflanzlichen Wirkstoffe eine sekundäre Energiequelle für den Körper, da die meiste Energie aus den fleischlichen Proteinen bezogen wird.

Die Fütterung von Kohlenhydraten, insbesondere den komplexen Ballaststoffen, kann die Verdauung unterstützen. Die übermäßige Aufnahme von Saccharose (Rübenzucker) hingegen ruft bei Ihrem Vierbeiner eher Verdauungsstörungen hervor. Achten Sie bei der Wahl des Futters darauf, dass ballaststoffreiche Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Erbsen enthalten sind. Eine Unterversorgung mit Kohlenhydraten ist bei Hunden unwahrscheinlich – Futter mit extra Kohlenhydraten sind daher meist nur bei besonderen Umständen sinnvoll.

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