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Mundschleimhautentzündung bei Hunden

Stomatitis ist eine Erkrankung der Mundschleimhäute. Bei Hunden kann diese Entzündungen verschiedene Ursachen haben. Sie erfahren bei uns, wie Sie eine Mundschleimhautentzündung erkennen und welche Nahrungsmittel günstige Auswirkungen haben.

Was ist eine Mundschleimhautentzündung?

Stomatitis, auch Mundschleimhautentzündung, ist genau das was ihr Name vermuten lässt: Es handelt sich um eine Entzündung der Schleimhäute im Mundbereich. Stomatitis kann leicht verlaufen und lokal begrenzt sein. Das Gegenteil ist jedoch ebenso möglich – dass die gesamte Mundschleimhaut betroffen ist und zu starken Schmerzen führt. Bei schwerem Krankheitsverlauf ist es möglich, dass das Kauen und Schlucken stark erschwert ist. Diese Umstände können wiederum zu einer Mangelernährung oder Austrocknung infolge von Wassermangel führen.

Die Auslöser für Stomatitis können vielschichtig sein. Möglich ist eine Infektion durch Bakterien oder Viren als Auslöser. Es ist jedoch genauso möglich, dass durch eine kleine Schnittwunde oder andere Reize in der Schleimhaut Stomatitis ausgelöst wird. Weitere Möglichkeiten sind allergische Reaktion oder Vergiftungen, Folge aus anderen Krankheiten, Vitaminmangel oder sogar Disposition der jeweiligen Hunderasse. Um die genaue Ursache der Stomatitis zu erkennen, sollte der Verlauf der Krankheit genau verfolgt und gegebenenfalls dokumentiert werden.

Symptome von Stomatitis

Stomatitis Hund.

Stomatitis kann als Rötung der Maulschleimhaut auftreten.

Ist Ihr Hund an Stomatitis erkrankt, lässt sich dies oft an roten, geschwollenen oder schmerzhaften Stellen in der Maulschleimhaut erkennen. Reibt sich Ihr Vierbeiner häufiger die Schnauze, kann dies auf ein Unwohlsein hindeuten. Erhöhte Speichelproduktion ist ebenfalls ein mögliches Symptom von Stomatitis.

Entdecken Sie fleckenförmigen Belag auf den Schleimhäuten im Maul Ihres Hundes, ist dies ein deutliches Zeichen für eine Entzündung. Auch Blutungen im Bereich der Maulhöhle sind Zeichen von Stomatitis. Ein ungewöhnlich schlechter Geruch aus dem Maul Ihres vierbeinigen Begleiters deutet ebenfalls auf eine Entzündung hin.

Ist die Stomatitis bereits fortgeschritten, kann sich dies auch in der Einschränkung von Nahrungs- und Wasseraufnahme zeigen. Frisst Ihr Hund schlechter und trinkt weniger als üblich, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten.

Ursachen für Stomatitis

Entzündungen in den Schleimhäuten können eine Vielzahl von Ursachen haben. Häufig ist ein Kontakt mit Kleinstlebewesen ein Auslöser einer Entzündung. Bakterielle Erreger von Entzündungen sind beispielsweise Plaque-Bakterien, Eitererreger oder Leptospiren. Auch Viren können eine Entzündung der Mundschleimhaut auslösen. Ein prominentes Beispiel hierfür sind Herpesviren. Pilze wie der Candida albicans, ein weit verbreiteter Vertreter der Hefepilze, sind ebenfalls als Auslöser von Entzündungen bekannt.

Fremdeinwirkungen sind ebenfalls in der Lage, eine Entzündung auszulösen. Dazu gehören z.B. allergische Reaktionen, Verletzungen in der Schleimhaut durch Splitter oder Insektenstiche. Weitere Möglichkeiten sind ein Mangel an den Vitaminen A, B oder C oder eine Nierenerkrankung.

Entzündungen der Schleimhäute können sogar von Fehlstellungen im Gebiss herrühren.

Fütterung von Hunden mit Stomatitis

Ähnlich wie bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen hilft auch bei Entzündungen der Schleimhäute eine Gabe von weichen Speisen. Salbei, Thymian Ackerschachtelhalm oder Ringelblume helfen, die Schmerzen einer Entzündung zu lindern. Zur Vorbeugung können Sie ihrem Hund Grapefruitkernextrakt oder Propolis ins Futter mischen.

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